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Streik in Deutschland: Aktuelle Warnstreiks, Rechte und Pflichten

Alfie Davies Clarke • 2026-07-21 • Gepruft von Sofia Wagner

Wenn morgens die S-Bahn ausfällt oder der Flughafen plötzlich dicht ist, sind viele erst einmal ratlos. Warnstreiks gehören in Deutschland zum Arbeitsalltag – und wer sich auskennt, spart sich Ärger und bares Geld. Dieser Leitfaden zeigt, was Sie über aktuelle Warnstreiks bei ver.di, Ihre Rechte und die nächsten Schritte wissen müssen.

Flughafen Berlin-Streik (Beispiel): 445 Flüge ausgefallen, 57.000 Passagiere betroffen (ver.di) ·
Aktuelle Streiks bei der BVG: Keine Streiks geplant (BVG) ·
Mitglieder der Gewerkschaft ver.di: Rund 1,9 Millionen (ver.di, 2024)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Streikrecht ist Grundrecht in Artikel 9 Abs. 3 GG (DGB – Gewerkschaftsbund)
  • Warnstreiks sind rechtmäßig (Bundesarbeitsgericht via DGB)
2Was unklar ist
  • Genaues Datum des nächsten Warnstreiks von ver.di (ver.di via DGB)
  • Entwicklung der Tarifverhandlungen 2025 (ver.di via DGB)
3Zeitleisten-Signal
  • 2024: ver.di-Streik am Flughafen Berlin – 445 Flüge ausgefallen (BVG)
  • Aktuell: Keine BVG-Streiks (BVG)
4Wie es weitergeht
  • ver.di ruft zu weiteren Warnstreiks auf (ver.di via DGB)
  • Mitglieder-Mailings und Pressemitteilungen als Quelle (ver.di via DGB)

Vier zentrale Fakten, die jeder kennen sollte:

Merkmal Details
Definition Streik Vorübergehende Arbeitsniederlegung durch eine größere Anzahl Arbeitnehmer mit gemeinsamem Ziel
Rechtmäßigkeit Von Gewerkschaft organisiert, friedlich, verhältnismäßig (DGB – Gewerkschaftsbund)
Aktuelles Beispiel Ver.di Streik am Flughafen Berlin: 445 Flüge, 57.000 Passagiere betroffen
Streikgeld Nur für Gewerkschaftsmitglieder, abhängig von Mitgliedsdauer

Ist morgen ein Streik in Berlin?

Die Frage treibt Pendler, Eltern und Reisende jeden Abend um. Die kurze Antwort: Aktuell sind bei der BVG laut eigener Auskunft keine Streiks geplant (BVG – offizieller Fahrplan). Anders sah es 2024 aus, als ver.di den Flughafen Berlin bestreikte: 445 Flüge fielen aus, 57.000 Passagiere waren betroffen (ver.di – Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst).

Welche Verkehrsbetriebe sind betroffen?

  • BVG: Keine aktuellen Streiks – aber immer möglich bei laufenden Tarifverhandlungen
  • Flughafen Berlin (BER): Warnstreiks von ver.di haben 2024 massive Auswirkungen gezeigt
  • S-Bahn Berlin: Teil des Tarifbereichs, kann von Warnstreiks betroffen sein
Der Knackpunkt

Für Berufspendler in Berlin ist die BVG derzeit die sicherste Bank: Keine Streiks geplant. Doch wer auf den Flughafen BER angewiesen ist, sollte vor Reiseantritt immer die aktuellen Warnstreik-Meldungen prüfen – denn ver.di kann binnen Stunden zum Arbeitskampf aufrufen.

BVG-Streik aktuell

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sind laut eigener Auskunft derzeit keine Streiks geplant. Allerdings bleibt die Lage dynamisch, da die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst noch laufen können.
Die Implikation: Wer auf Bus und U-Bahn angewiesen ist, hat aktuell Planungssicherheit – anders als am Flughafen BER.

Wann ist der nächste Warnstreik in Verdi?

Ver.di ruft wiederholt zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst auf. Konkrete Termine für 2025 stehen noch nicht fest, aber die Gewerkschaft kündigt weitere Aktionen an (ver.di via DGB).

Warnstreik 2025: Termine und Prognosen

Die Entwicklung der Tarifverhandlungen 2025 ist noch unklar. Ver.di informiert über Mitglieder-Mailings und Pressemitteilungen.

Wie erfahre ich von Streiks?

Die Gewerkschaft ver.di informiert ihre Mitglieder per E-Mail und über die offizielle Webseite. Auch regionale Medien berichten zeitnah über anstehende Warnstreiks.

Das bedeutet es für Sie: Ver.di wird die Öffentlichkeit und die Mitglieder rechtzeitig informieren – wer die Meldungen verfolgt, ist gewappnet.

„Wir kämpfen für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen“, so ein Sprecher von ver.di (Gewerkschaftsbund DGB).

Wann ist ein Streik rechtmäßig?

Ein Streik muss von einer Gewerkschaft organisiert sein, friedlich ablaufen und verhältnismäßig sein. Zudem darf während der Friedenspflicht eines laufenden Tarifvertrags nicht gestreikt werden (DGB – Gewerkschaftsbund).

Voraussetzungen für einen rechtmäßigen Streik

  • Von einer Gewerkschaft organisiert (DGB)
  • Friedlich und verhältnismäßig (DGB)
  • Kein Verstoß gegen die Friedenspflicht (DGB)

Was ist ein wilder Streik?

Ein wilder Streik wird ohne Beteiligung einer Gewerkschaft organisiert und ist rechtlich nicht gedeckt. Teilnehmern drohen Abmahnung oder Kündigung (NW – Wirtschaftsredaktion).

Vorsicht

Die Teilnahme an einem unzulässigen Streik kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben – etwa Abmahnung oder Kündigung.

„Streik ist ein Grundrecht – aber es gibt klare Regeln“, betont der DGB (Gewerkschaftsbund DGB).

Das Muster der Rechtsprechung: Die Gerichte schützen das Streikrecht, verlangen aber strikte Einhaltung der Formvorschriften.

Welche Rechte habe ich im Streik?

Arbeitnehmer haben bei einem rechtmäßigen Streik bestimmte Rechte – etwa Kündigungsschutz und Anspruch auf Streikgeld unter bestimmten Voraussetzungen.

Streikgeld: Wer bekommt es und wie lange?

Streikgeld wird nur an Gewerkschaftsmitglieder gezahlt. Die Höhe hängt von der Mitgliedsdauer ab (DGB – Gewerkschaftsbund).

Kann ich während des Streiks gekündigt werden?

Die Teilnahme an einem rechtmäßigen Streik schützt vor Abmahnung und Kündigung (NW – Wirtschaftsredaktion). Bei einem wilden Streik drohen jedoch arbeitsrechtliche Konsequenzen.

„Ein wilder Streik kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben“, warnt Arbeitsrechtler Hensche (DGB – Gewerkschaftsbund).

Der Haken für Arbeitnehmer: Der Kündigungsschutz gilt nur, solange Sie an einem rechtmäßigen, gewerkschaftlich organisierten Streik teilnehmen.

Ist es möglich, trotz Streik zu arbeiten?

Ja, Arbeitnehmer dürfen auch während eines Streiks zur Arbeit gehen. Der Arbeitgeber muss ihnen die Beschäftigung ermöglichen (DGB – Gewerkschaftsbund).

Darf ich zur Arbeit gehen, wenn gestreikt wird?

Ja. Sie haben das Recht, nicht zu streiken. Allerdings müssen Sie mit Behinderungen durch Streikposten rechnen.

Was gilt für nicht streikende Kollegen?

Nicht streikende Arbeitnehmer können weiterarbeiten. Der Arbeitgeber muss ihnen den Arbeitsplatz zur Verfügung stellen.

Praxistipp

Informieren Sie sich vorab über Alternativen: Bei einem Streik der BVG können Sie auf S-Bahn oder eigene Verkehrsmittel ausweichen.

Das Fazit für Betroffene: wer frühzeitig Alternativen prüft, vermeidet Stress am Streiktag.

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Häufig gestellte Fragen zum Streik

Wer organisiert einen Streik?

Streiks werden von Gewerkschaften organisiert. Nur sie können rechtmäßig zu Arbeitsniederlegungen aufrufen. (DGB)

Was passiert mit meinem Gehalt während eines Streiks?

Während eines Streiks wird kein Gehalt gezahlt. Gewerkschaftsmitglieder erhalten Streikgeld, das die Einbußen teilweise ausgleicht.

Darf ich während eines Streiks Überstunden machen?

Überstunden während eines Streiks sind rechtlich nicht verboten, aber unüblich. Der Arbeitgeber kann sie anordnen, wenn kein Streikbeteiligter betroffen ist.

Kann ich streiken, wenn ich nicht Gewerkschaftsmitglied bin?

Ja, grundsätzlich darf jeder Arbeitnehmer streiken. Allerdings erhalten Sie dann kein Streikgeld und genießen nicht den vollen rechtlichen Schutz.

Wie lange kann ein Streik maximal dauern?

Es gibt keine gesetzliche Höchstdauer. Warnstreiks dauern meist wenige Stunden, Ausstände können sich aber über Wochen ziehen.

Welche Branchen sind in Deutschland besonders streikfreudig?

Besonders streikaktiv sind der öffentliche Dienst, die Metall- und Elektroindustrie sowie die Logistikbranche.



Alfie Davies Clarke

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