
Steiermark Reiseführer: schönste Orte, Städte & Geheimtipps
Wer durch die Steiermark reist, merkt schnell: Dieses Bundesland hat zwei Gesichter – auf der einen Seite die lebendige UNESCO-Altstadt von Graz, auf der anderen unberührte Bergseen und Almlandschaften.
Einwohner: ca. 1,27 Mio. · Fläche: 16.401 km² · Hauptstadt: Graz · Bundesland seit: 1918 · Höchster Gipfel: Dachstein (2.995 m)
Kurzüberblick
- Die Steiermark ist ein Bundesland Österreichs (kurz-mal-weg.at – Reisemagazin)
- Graz ist die Hauptstadt mit rund 300.000 Einwohnern (Interhome Travelguide – Städteporträt)
- Die Altstadt von Graz ist seit 1999 UNESCO-Welterbe (UNESCO World Heritage Centre – Welterbeliste)
- Die Fläche beträgt 16.401 km² (kurz-mal-weg.at – Reisemagazin)
- Die genaue Herkunft des Namens „Steyr” ist sprachgeschichtlich nicht abschließend geklärt (Interhome Travelguide – Regionaldaten)
- Die exakte Bevölkerungszahl schwankt je nach Quelle leicht (Interhome Travelguide – Regionaldaten)
- 9. Jahrhundert: Erste Erwähnung als Carantanien (kurz-mal-weg.at – Geschichtskontext)
- 1180: Herzogtum Steiermark entsteht (kurz-mal-weg.at – Geschichtskontext)
- 1918: Eingliederung als Bundesland der Republik Österreich (kurz-mal-weg.at – Geschichtskontext)
- 2020: Graz wird Kulturhauptstadt Europas (kurz-mal-weg.at – Geschichtskontext)
- Die Steiermark positioniert sich zunehmend als Innovationsstandort mit starkem Tourismus
- Nachhaltige Regionalentwicklung und sanfter Tourismus gewinnen an Bedeutung
Die wichtigsten Kennzahlen des Bundeslandes im tabellarischen Überblick – kompakt und nachvollziehbar.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hauptstadt | Graz |
| Einwohner | ca. 1,27 Mio. |
| Fläche | 16.401 km² |
| Bundesland seit | 1918 |
| Amtssprache | Deutsch |
| Höchster Berg | Dachstein (2.995 m) |
Die Steiermark ist flächenmäßig das zweitgrößte Bundesland Österreichs – größer als jedes deutsche Bundesland außer Bayern, aber mit einer Bevölkerungsdichte, die selbst in der Hauptstadt Graz urbanes Leben mit kurzen Wegen verbindet. Für Reisende heißt das: viel Natur auf wenig Raum.
Wo ist es am schönsten in der Steiermark?
Die schönsten Naturlandschaften: Dachstein, Gesäuse, Steirisches Weinland
- Der Dachstein ist mit 2.995 m der höchste Berg der Steiermark und ein Paradies für Wanderer und Skitourengeher (Interhome Travelguide – Regionalführer).
- Das Gesäuse ist ein beliebtes Naturparadies mit wildromantischen Schluchten und steilen Felswänden – ein Hotspot für Kletterer und Naturfotografen (MERIAN.de – Naturporträt).
- Das Steirische Weinland mit der Südsteirischen Weinstraße verzaubert mit sanften Hügeln und endlosen Rebenzeilen (MERIAN.de – Weinstraßenführer).
Kaum eine Region Österreichs vereint alpines Hochgebirge und mediterran anmutende Weinlandschaft auf so engem Raum. Vom Dachstein-Gletscher bis zu den Weinterrassen der Südsteiermark liegen gerade einmal 150 Kilometer – ein Kontrast, den Besucher aus dem Norden Europas besonders schätzen.
Die schönsten Städte und Orte: Graz, Schladming, Bad Aussee
- Graz ist UNESCO-Weltkulturerbe – die Altstadt mit dem Uhrturm auf dem Schlossberg gilt als Wahrzeichen der Stadt (UNESCO World Heritage Centre – Welterbeliste).
- Schladming liegt im Herzen der Region Schladming-Dachstein und ist ein Ganzjahresziel für Skifahrer und Mountainbiker.
- Bad Aussee im steirischen Salzkammergut besticht durch seine historische Architektur und die Nähe zum Grundlsee.
Das Muster ist deutlich: Die schönsten Aufenthalte in der Steiermark kombinieren eine Kulturstadt wie Graz mit einem Natur-Highlight. Wer nur die Berge sieht, verpasst die Kulinarik – wer nur in Graz bleibt, verpasst die Stille.
Die schönsten Regionen: Schladming-Dachstein, Ennstal, Südsteiermark
- Die Region Schladming-Dachstein bietet sowohl den Gletscher als auch den Nationalpark Gesäuse.
- Das Ennstal wird in Geheimtipp-Listen als einsame Alternative zu überlaufenen Alpenregionen geführt.
- Die Südsteiermark ist bekannt für ihre Weinterrassen und die Nähe zu Slowenien (MERIAN.de – Kleinstadtporträt).
Wie heißen die drei größten Städte der Steiermark?
Graz – die Landeshauptstadt
- Mit rund 300.000 Einwohnern ist Graz die zweitgrößte Stadt Österreichs und das kulturelle Zentrum der Steiermark (Interhome Travelguide – Städteporträt).
- Die Murinsel und das Kunsthaus mit seiner außergewöhnlichen Form sind moderne Kontrapunkte zur historischen Altstadt (UNESCO World Heritage Centre – Stadtentwicklung).
Leoben – das Zentrum der Obersteiermark
- Leoben ist bekannt für die Montanuniversität, eine der führenden Technischen Hochschulen Europas im Bereich Bergbau und Hüttenwesen.
- Die Stadt liegt am Ufer der Mur und verbindet Industriegeschichte mit einem gut erhaltenen Stadtkern.
Kapfenberg – eine Stadt mit Industriegeschichte
- Kapfenberg liegt an der Mürz und hat eine bedeutende Stahlindustrie – die Böhler-Werke sind der größte Arbeitgeber der Region.
- Die Burg Kapfenberg oberhalb der Stadt ist ein beliebtes Ausflugsziel mit weitem Panorama.
Für was ist die Steiermark bekannt?
Kulinarik: Steirischer Ölkürbis, Schilcher, Kren – Käferbohnen
- Die Steiermark ist das Land der Kürbiskerne und des Kürbiskernöls – ein geschütztes geografisches Produkt mit eigener Gütesiegel-Verordnung.
- Der Schilcher, ein Roséwein aus der Sorte Blauer Wildbacher, wird nur in der Weststeiermark angebaut.
- Steirischer Kren (Meerrettich) und Käferbohnen sind weitere regionale Spezialitäten, die in keiner Buschenschank fehlen.
Kultur: Oper Graz, Schloss Eggenberg, Steirische Harmonika
- Die Oper Graz gehört zu den bedeutendsten Bühnen Österreichs – die Grazer Opernsaison lockt internationale Gäste.
- Schloss Eggenberg wurde 2010 als Erweiterung des UNESCO-Welterbes Graz anerkannt (UNESCO World Heritage Centre – Erweiterung).
- Die Steirische Harmonika ist ein Symbol der Volkskultur und wird bis heute in Handarbeit gefertigt – ein Klang, den Besucher sofort mit der Region verbinden.
Natur: Weinstraßen, Almen, Dachstein-Gletscher
- Die Südsteirische Weinstraße ist eine der schönsten Urlaubsstraßen Österreichs und führt über 30 Kilometer durch die Rebhügel (MERIAN.de – Weinstraßen).
- Die Steiermark hat die höchste Dichte an Almen in Österreich – über 2.000 bewirtschaftete Almen laden Einkehrenden zur Steirischen Brettljause.
- Der Dachstein-Gletscher ist eines der wenigen ganzjährig befahrbaren Skigebiete Österreichs.
Die Botschaft ist klar: Die Steiermark ist ein kulinarisches Schwergewicht, das weit über Kürbiskernöl hinausreicht. Für Genussreisende ist die Region ein Paradies – aber eines, das Geduld belohnt: Die besten Buschenschänken haben nur wenige Wochen im Jahr geöffnet.
Wie hieß die Steiermark früher?
Die Geschichte des Namens: Carantanien, Steiermark, Grüne Mark
- Die Steiermark hieß früher „Steier” oder „Steiermark” – der Name leitet sich von der Burg Steyr im heutigen Oberösterreich ab.
- Im 9. Jahrhundert wurde das Gebiet erstmals als Carantanien erwähnt, ein slawisches Fürstentum.
- Der Beiname „Grüne Mark” stammt aus dem Mittelalter und verweist auf die fruchtbare Landschaft.
Vom Herzogtum zum Bundesland
- 1180 wurde die Steiermark zum Herzogtum im Heiligen Römischen Reich – eines der mächtigsten Territorien seiner Zeit.
- 1918 wurde sie ein Bundesland der Republik Österreich (Interhome Travelguide – Geschichtskontext).
- 2020 wurde Graz zur Kulturhauptstadt Europas ernannt – eine Auszeichnung, die die kulturelle Bedeutung der Region unterstreicht.
Die Steiermark war über Jahrhunderte ein eigenständiges Herzogtum – länger als viele heutige EU-Staaten existieren. Dieses historische Selbstbewusstsein spürt man noch heute: Steirer sagen nicht „ich bin Österreicher”, sondern zuerst „ich bin Steirer”.
Wichtige historische Ereignisse
- 9. Jahrhundert: Erste Erwähnung als Carantanien.
- 1180: Erhebung zum Herzogtum Steiermark.
- 1918: Eingliederung als Bundesland der Republik Österreich.
- 1999: Grazer Altstadt wird UNESCO-Welterbe.
- 2020: Graz ist Kulturhauptstadt Europas.
Welche Geheimtipps gibt es in der Steiermark?
Abseits der touristischen Pfade: das Ennstal, das Mürztal
- Das Ennstal bietet einsame Bergseen und Almhütten fernab der großen Skigebiete – ideal für Wanderer, die Ruhe suchen.
- Das Mürztal zwischen Kapfenberg und Mürzzuschlag ist eine der ursprünglichsten Täler der Obersteiermark mit dichten Wäldern und wenig Verkehr.
Versteckte Naturparks: NSG Furtner Teich, Wildsteig
- Der Furtner Teich ist ein Naturjuwel mit seltenen Vogelarten – ein Paradies für Vogelbeobachter, das in keinem Standard-Reiseführer auftaucht.
- Der Wildsteig bei Admont ist eine wenig bekannte, aber spektakuläre Wanderung entlang steiler Felsformationen.
Kleine Städte mit Charme: Murau, Judenburg, Hartberg
- Murau ist bekannt für sein Bier (Murauer Bier) und das Schloss Murau – ein Geheimtipp für Genießer (MERIAN.de – Kleinstadtporträt).
- Judenburg punktet mit einem mittelalterlichen Stadtkern und dem Europakreisel mit Kunst-am-Bau.
- Hartberg im Osten der Steiermark ist das Tor zum oststeirischen Vulkanland und ein idealer Ausgangspunkt für Touren zu den Obstgärten.
Zeitleiste: Die Steiermark im Wandel der Zeit
- 9. Jahrhundert: Erste Erwähnung des Gebiets als Carantanien.
- 1180: Herzogtum Steiermark entsteht.
- 1918: Eingliederung als Bundesland der Republik Österreich.
- 1999: Grazer Altstadt wird UNESCO-Welterbe (UNESCO World Heritage Centre – Welterbeliste).
- 2010: Schloss Eggenberg wird als Erweiterung des UNESCO-Welterbes anerkannt (UNESCO World Heritage Centre – Erweiterung).
- 2020: Graz wird Kulturhauptstadt Europas.
Was gesichert ist – und was nicht
Bestätigte Fakten
- Die Steiermark ist ein Bundesland Österreichs (kurz-mal-weg.at – Reisemagazin).
- Graz ist die Hauptstadt (Interhome Travelguide – Städteporträt).
- Der Name leitet sich von der Burg Steyr ab.
- Die Fläche beträgt 16.401 km².
- Die Altstadt von Graz ist seit 1999 UNESCO-Welterbe (UNESCO World Heritage Centre – Welterbeliste).
Was unklar ist
- Die genaue Herkunft des Namens „Steyr” ist sprachgeschichtlich nicht abschließend geklärt.
- Die exakte Bevölkerungszahl schwankt je nach Zählmethode leicht (Interhome Travelguide – Regionaldaten).
- Die Frühgeschichte der Besiedlung vor dem 9. Jahrhundert ist archäologisch nur lückenhaft dokumentiert.
Stimmen zur Steiermark
„Die Steiermark ist ein österreichisches Bundesland und wird in Reiseführern als Ziel mit starker Mischung aus Stadt-, Kultur- und Naturerlebnissen beschrieben.”
kurz-mal-weg.at – Reisemagazin
„Graz gilt als Hauptstadt der Steiermark und wird als besonders sehenswert hervorgehoben. Der Uhrturm auf dem Grazer Schlossberg wird in Reiseführern als Wahrzeichen der Stadt beschrieben.”
Interhome Travelguide – Regionalporträt
„Bad Radkersburg liegt im südöstlichsten Teil der Steiermark direkt an der slowenischen Grenze und wird in Reiseartikeln als Geheimtipp beschrieben.”
MERIAN.de – Kleinstädte der Steiermark
Die Steiermark ist kein Bundesland, das sich auf den ersten Blick erschließt. Sie belohnt diejenigen, die bereit sind, von der Hauptstraße abzubiegen. Für Reisende aus Deutschland oder Nordeuropa, die Österreich abseits von Salzburg und Tirol erleben wollen, heißt die Entscheidung: Graz als kulturelle Basis nehmen, dann in die Südsteiermark oder ins Ennstal fahren. Oder beides. Die „Grüne Mark” ist groß genug für zwei Urlaube – und die Erkenntnis, dass das grüne Herz Österreichs wirklich schlägt, stellt sich ohnehin erst beim zweiten Besuch ein.
gepacktundlos.com, delightfulspots.de, burgdame.de, expedia.at, urlaubstracker.de
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Bezirke hat die Steiermark?
Die Steiermark ist in 13 politische Bezirke unterteilt, dazu kommen die Statutarstadt Graz. Die Bezirke sind: Bruck-Mürzzuschlag, Deutschlandsberg, Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Leoben, Liezen, Murau, Murtal, Südoststeiermark, Voitsberg, Weiz und die Stadt Graz als eigener Bezirk.
Welche Währung gilt in der Steiermark?
In der Steiermark gilt wie im gesamten Österreich der Euro (EUR). Bargeldabhebungen mit EC-Karte sind in allen größeren Orten problemlos möglich, Kreditkarten werden in Hotels und Restaurants in Graz sowie in den Tourismusregionen akzeptiert.
Ist die Steiermark ein Land oder ein Bundesland?
Die Steiermark ist ein Bundesland der Republik Österreich. Österreich ist ein föderaler Bundesstaat mit neun Bundesländern, von denen die Steiermark flächenmäßig das zweitgrößte ist.
Wie komme ich nach Graz?
Graz ist mit dem Zug von Wien (ca. 2,5 Stunden), Salzburg (ca. 3 Stunden) und München (ca. 4,5 Stunden) gut erreichbar. Der Flughafen Graz bietet Direktverbindungen aus mehreren europäischen Städten. Mit dem Auto erreicht man Graz über die A2 (Südautobahn) von Wien oder die A9 (Pyhrnautobahn) von Linz und Salzburg.
Wann ist die beste Reisezeit für die Steiermark?
Die beste Reisezeit hängt vom gewünschten Erlebnis ab: Für Wanderungen und Weinverkostungen sind Mai bis Oktober ideal (Temperaturen 18–28 °C). Die Skisaison in den steirischen Bergen läuft von Dezember bis März. Die Weinstraßen sind im Herbst zur Weinlese (September/Oktober) besonders reizvoll.
Welche Aktivitäten gibt es im Winter in der Steiermark?
Die Steiermark bietet im Winter Skifahren am Dachstein-Gletscher und in den Skigebieten Schladming-Dachstein, Langlaufen im Ennstal, Rodeln auf beleuchteten Bahnen sowie Winterwandern in den Almenregionen. Auch die Adventmärkte in Graz und in den Kleinstädten sind ein Highlight.
Gibt es eine Steiermark Card und was kostet sie?
Ja, die „Steiermark Card” ist eine offizielle Touristenkarte. Sie kostet für Erwachsene ca. 49 € (Stand 2025) und gilt für einen ermäßigten Eintritt bei über 100 Ausflugszielen in der gesamten Steiermark – darunter Museen, Burgen, Freibäder und Bergbahnen. Die Karte ist online und an vielen Tourismusinformationen erhältlich.
Wie lang ist die Südsteirische Weinstraße?
Die Südsteirische Weinstraße erstreckt sich über rund 30 Kilometer von Leutschach an der slowenischen Grenze bis nach Gamlitz. Sie führt durch die markanten Rebhügel der Südsteiermark und ist eine der beliebtesten Urlaubsstraßen Österreichs (MERIAN.de – Weinstraßenführer).