Abonnieren Neueste Artikel
Pressepunkt Tagesbriefing
PressePunkt

Andritz – Profil Aktie Umsatz und aktuelle News

Alfie Davies Clarke • 2026-04-10 • Gepruft von Hannah Fischer

Die Andritz AG zählt zu den weltweit führenden Technologiekonzernen im Anlagen- und Maschinenbau. Mit Hauptsitz in Graz, Österreich, bedient das Unternehmen branchenübergreifend Sektoren wie Zellstoff- und Papierherstellung, Metallverarbeitung, Wasserkraft sowie Umwelttechnologien. Gegründet im Jahr 1852, hat sich Andritz von einem regionalen österreichischen Betrieb zu einem globalen Player mit über 280 Standorten in mehr als 80 Ländern entwickelt.

Der Konzern beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter und notiert seit 2001 an der Wiener Börse im Prime Market. Anleger können die Andritz-Aktie unter der ISIN AT0000730007 handeln. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf etwa 4,7 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand 2024 einen Rekordwert von 10,5 Milliarden Euro erreichte.

Was ist Andritz und was macht das Unternehmen?

Andritz AG ist ein internationaler Technologiekonzern, der hochentwickelte Anlagen, Ausrüstungen, Serviceleistungen und digitale Lösungen für verschiedenste Industrien entwickelt und liefert. Das Unternehmen positioniert sich als Weltmarktführer in seinen Kernbereichen und verfolgt eine Strategie langfristig profitablen Wachstums durch Technologieführerschaft und globale Präsenz.

Gründung
1852
Umsatz 2024
8,31 Mrd. EUR
Mitarbeiter
>30.000
Standorte
>280 in 80+ Ländern
  • Weltmarktführer in Hydro Power, Pulp & Paper und weiteren Kernbereichen
  • Hauptsitz befindet sich in Graz, Österreich (Stattegger Strasse 18, 8045)
  • Notierung an der Wiener Börse seit 25. Juni 2001 im Prime Market
  • Im Index vertreten: ATX five und ATX
  • Starker Fokus auf Nachhaltigkeit und ESG-Ziele
  • Rekord-Auftragsbestand von 10,5 Mrd. EUR (2024)
Kennzahl Wert
ISIN AT0000730007
Ticker (Reuters) ANDR.VI
Aktienanzahl 104 Mio.
Streubesitz <70 %
Marktkapitalisierung ca. 4,7 Mrd. EUR
Aktienkurs (27.08.2025) 61,15 EUR
YTD-Performance -0,52 %
Auftragsbestand 2024 10,5 Mrd. EUR

Andritz Aktie: Kurs, Umsatz und Finanzdaten

Die Andritz-Aktie wird unter dem Ticker ANDR.VI an der Wiener Börse gehandelt und ist dort im Prime Market gelistet. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 4,7 Milliarden Euro gehört das Unternehmen zu den größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Die Aktie ist Teil des ATX five und des ATX-Index.

Nach aktuellen Kursdaten vom 27. August 2025 notiert die Andritz-Aktie bei 61,15 Euro im Realtime-Estimate. Der Tageshoch lag bei 66,80 Euro, das Tagestief bei 63,50 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf verzeichnete die Aktie ein Minus von 0,52 Prozent, während die Monatsperformance bei minus 0,08 Prozent stand.

Umsatzentwicklung und Geschäftszahlen 2024

Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Andritz einen Auftragseingang von 8,9 Milliarden Euro, gegenüber 8,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Besonders bemerkenswert: Der Auftragsbestand erreichte einen historischen Rekordwert von 10,5 Milliarden Euro. Der Umsatz ging moderat um 5 Prozent zurück, was laut Unternehmensangaben auf projektbezogene Timing-Effekte zurückzuführen ist.

Finanzielle Stabilität

Trotz des Umsatzrückgangs verbesserte Andritz die EBITA-Marge im ersten Halbjahr 2024. Der starke Auftragsbestand bietet eine solide Grundlage für zukünftige Umsatzerlöse.

Umsatz nach Geschäftsbereichen 2024

Geschäftsbereich Umsatz in Mrd. EUR
Pulp & Paper 3,46
Metals 1,81
Hydro Power 1,54
Environment & Energy 1,50

Geografische Umsatzverteilung

Der europäische Markt (ohne Österreich) bleibt mit einem Umsatz von 2,37 Milliarden Euro der größte Absatzmarkt. Nordamerika trug 24,6 Prozent zum Gesamtumsatz bei, China 11,3 Prozent. Der asiatische Raum insgesamt steuerte 16,7 Prozent bei, Südamerika 12 Prozent.

Geschichte und Meilensteine von Andritz

Andritz wurde 1852 gegründet und blickt damit auf eine über 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Was als lokales Unternehmen in Graz begann, hat sich zu einem globalen Technologiekonzern mit Präsenz auf allen Kontinenten entwickelt. Der Börsengang am 25. Juni 2001 an der Wiener Börse markierte einen entscheidenden Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte und ermöglichte die Expansion auf internationaler Ebene.

Wichtige Entwicklungsphasen

Nach der Börsennotierung beschleunigte Andritz seine internationale Wachstumsstrategie durch Akquisitionen und organisches Wachstum. Der Konzern baute sein Portfolio kontinuierlich aus und erweiterte seine technologische Kompetenz in den Bereichen Wasserkraft, Zellstoff- und Papiertechnik sowie Metallverarbeitung. Parallel dazu erschloss Andritz neue Geschäftsfelder wie Umwelttechnologien und nachhaltige Energielösungen.

Meilenstein 2025

Anfang 2025 erreichte eine von Andritz ausgestattete Zellstofffabrik erstmals die Marke von einer Million Tonnen Produktionskapazität. Dieser Erfolg unterstreicht die technologische Führungsposition des Unternehmens im Bereich Pulp & Paper.

Andritz Divisionen und Produkte im Überblick

Andritz gliedert sein Geschäft in vier Hauptbereiche: Hydro (Wasserkraft), Pulp & Paper (Zellstoff und Papier), Metals (Metallverarbeitung) sowie Environment & Energy (Umwelt und Energie). Diese Divisionen arbeiten an unterschiedlichen industriellen Anwendungen, teilen jedoch gemeinsame Kompetenzen in der Entwicklung maßgeschneiderter Anlagenlösungen.

Hydro Power – Wasserkraftanlagen

Die Hydro-Division zählt zu den Weltmarktführern bei Turbinen und Generatoren für Wasserkraftwerke. Andritz liefert Ausrüstungen für kleine und große Wasserkraftanlagen weltweit und unterstützt damit die globale Energiewende hin zu erneuerbaren Quellen. Das Produktportfolio umfasst Francis-Turbinen, Kaplan-Turbinen und Pelton-Turbinen sowie komplette Kraftwerkslösungen.

Pulp & Paper – Zellstoff- und Papiertechnik

Mit einem Umsatz von 3,46 Milliarden Euro im Jahr 2024 ist Pulp & Paper der größte Geschäftsbereich von Andritz. Das Unternehmen bietet komplette Produktionslinien für die Zellstoff- und Papierherstellung an, von der Holzaufbereitung bis zur fertigen Papierrolle. Zu den Kunden zählen führende internationale Papier- und Zellstoffhersteller.

Ergänzende Geschäftsfelder

Neben den vier Hauptdivisionen ist Andritz auch in ergänzenden Bereichen tätig: Automation, Clean Air Technologies, Feed & Biofuel, Marine/Offshore, Nonwoven and Textile, Panelboard sowie Power-to-X und Green Hydrogen. Diese Diversifizierung ermöglicht es dem Konzern, neue Wachstumsmärkte zu erschließen und technologische Synergien zu nutzen.

Aktuelle News und Entwicklungen bei Andritz

Andritz hat im Jahr 2024 mehrere wichtige Meilensteine erreicht. Der Rekord-Auftragsbestand von 10,5 Milliarden Euro unterstreicht das Vertrauen der Kunden in die technologischen Lösungen des Unternehmens. Die Weltmarktführerschaft in allen Kernbereichen konnte erneut bestätigt werden.

Nachhaltigkeit und ESG-Engagement

Andritz hat am 8. Februar 2025 neue ESG-Ziele veröffentlicht und unterstreicht damit sein Engagement für nachhaltiges Wirtschaften. Der Konzern fokussiert sich auf Umwelttechnologien, Green Hydrogen und nachhaltige Innovationen für Kunden, Partner, Beschäftigte, Gesellschaft und Umwelt. Im Geschäftsbericht 2024 formulierte Andritz das Motto „Driving Innovation, Shaping a Sustainable Future”.

Aktuelle Aufträge

Am 21. August 2025 meldete Andritz einen Auftrag für eine Nadelfilzanlage. Solche projektbezogenen Meldungen zeigen die kontinuierliche Geschäftstätigkeit des Unternehmens im Bereich technischer Anlagen.

Zeitstrahl: Die wichtigsten Meilensteine von Andritz

  1. 1852: Gründung des Unternehmens in Graz, Österreich
  2. 2001: Börsengang an der Wiener Börse am 25. Juni
  3. Aufbau: Entwicklung zum globalen Technologiekonzern mit über 280 Standorten
  4. 2024: Rekord-Auftragsbestand von 10,5 Mrd. EUR erreicht
  5. 2025: Erste Million Tonnen Zellstoffproduktion in einer Andritz-ausgestatteten Fabrik
  6. 2025: Veröffentlichung neuer ESG-Ziele am 8. Februar
  7. 2025: Auftrag für Nadelfilzanlage am 21. August

Gesicherte Erkenntnisse und offene Fragen

Gesicherte Informationen Offene Fragen
Gründung: 1852 in Graz Konkrete Umsatzprognose für 2025
Börsennotierung: 25. Juni 2001 Auswirkungen konjunktureller Schwankungen auf Auftragseingang
Mitarbeiterzahl: >30.000 (2024) Geplante Investitionen in neue Technologien
Standorte: >280 in >80 Ländern Potenzielle Akquisitionsstrategien
Umsatz 2024: 8,31 Mrd. EUR Genauere geografische Expansionspläne
Auftragsbestand: 10,5 Mrd. EUR (Rekord) Zeitpunkt neuer Quartalsergebnisse

Marktposition und strategische Ausrichtung

Andritz positioniert sich als globaler Technologieanbieter mit klarer Fokussierung auf Industriesegmente mit langfristigem Wachstumspotenzial. Die vier Hauptbereiche Hydro, Pulp & Paper, Metals und Environment & Energy bedienen jeweils Märkte, die von strukturellen Trends wie Energiewende, Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz profitieren.

Die weltweite Präsenz mit über 280 Standorten ermöglicht es Andritz, lokalen Marktanforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig globale Skaleneffekte zu nutzen. Der starke Auftragsbestand bietet eine gewisse Visibilität für zukünftige Umsätze und unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Wie andere führende Konzerne mit klarer Marktposition – etwa LVMH – Führender Luxusgüterkonzern der Welt – demonstriert Andritz, wie industrielle Kompetenz mit globaler Expansion verbunden werden kann.

Quellenlage und Glaubwürdigkeit

„Driving Innovation, Shaping a Sustainable Future” – dieses Motto prägt die Unternehmensstrategie von Andritz und spiegelt den Fokus auf technologische Innovation und nachhaltige Lösungen wider.

– Geschäftsbericht 2024, Andritz AG

Die in diesem Artikel dargestellten Informationen basieren auf Unternehmensveröffentlichungen, Börsenmitteilungen und geprüften Finanzdaten. Zu den wichtigsten Quellen zählen der Halbjahresbericht H1 2024, der Geschäftsbericht 2024 sowie Ad-hoc-Meldungen an die Wiener Börse.

Zusammenfassung: Andritz AG im Überblick

Die Andritz AG ist ein internationaler Technologiekonzern mit Hauptsitz in Graz, Österreich, und zählt zu den Weltmarktführern in seinen Kernbereichen. Mit rund 30.000 Mitarbeitern an über 280 Standorten in mehr als 80 Ländern bedient das Unternehmen Branchen wie Zellstoff- und Papierherstellung, Wasserkraft, Metallverarbeitung und Umwelttechnologien. Die Aktie notiert seit 2001 an der Wiener Börse im Prime Market und gehört zu den größten Industrieunternehmen Österreichs mit einer Marktkapitalisierung von etwa 4,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte 2024 mit 10,5 Milliarden Euro einen Rekordwert.

Wer sich für internationale Technologiekonzerne mit Fokus auf nachhaltige Industrielsungen interessiert, findet in Andritz ein Unternehmen mit langer Tradition und strategischer Ausrichtung auf Zukunftsmärkte.

Häufig gestellte Fragen zu Andritz

Wo hat Andritz seinen Hauptsitz?

Der Hauptsitz der Andritz AG befindet sich in Graz, Österreich, an der Adresse Stattegger Strasse 18, 8045.

Wann wurde Andritz gegründet?

Andritz wurde im Jahr 1852 gegründet und blickt damit auf eine über 170-jährige Unternehmensgeschichte zurück.

Wie ist die Andritz-Aktie an der Börse notiert?

Die Andritz-Aktie ist seit 25. Juni 2001 an der Wiener Börse im Prime Market notiert. Die ISIN lautet AT0000730007, der Ticker bei Reuters ist ANDR.VI.

Wie viele Mitarbeiter hat Andritz?

Andritz beschäftigt weltweit rund 30.000 Mitarbeiter an über 280 Standorten in mehr als 80 Ländern.

Was sind die Hauptgeschäftsbereiche von Andritz?

Andritz gliedert sich in vier Hauptbereiche: Hydro (Wasserkraft), Pulp & Paper (Zellstoff und Papier), Metals (Metallverarbeitung) und Environment & Energy (Umwelt und Energie).

Wie hat sich der Umsatz von Andritz 2024 entwickelt?

Der Umsatz ging 2024 moderat um 5 Prozent zurück, während der Auftragseingang auf 8,9 Milliarden Euro stieg. Der Auftragsbestand erreichte einen Rekord von 10,5 Milliarden Euro.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei Andritz?

Andritz fokussiert auf Umwelttechnologien, Green Hydrogen und nachhaltige Innovationen. Am 8. Februar 2025 wurden neue ESG-Ziele veröffentlicht.

Alfie Davies Clarke

Uber den Autor

Alfie Davies Clarke

Wir veröffentlichen täglich faktenbasierte Berichte mit laufender redaktioneller Prüfung.